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Das Ende des Bürgergelds: Was das neue Grundsicherungsgeld 2026 für Sie bedeutet
Es war eines der umstrittensten Sozialgesetze der letzten Jahre. Nun ist das Bürgergeld offiziell Geschichte. Ab dem 1. Juli 2026 tritt das 13. SGB II-Änderungsgesetz in Kraft und ersetzt das System durch das neue, deutlich strengere „Grundsicherungsgeld“.
Die Devise der Bundesregierung ist klar: „Fördern und Fordern“ kehrt mit voller Härte zurück. Der Fokus liegt wieder auf einer schnellen Vermittlung in den Arbeitsmarkt. Für Millionen von Leistungsbeziehern bringt das Jahr 2026 zudem eine finanzielle Enttäuschung: Die befürchtete Nullrunde ist Realität. Wir erklären Ihnen die drei wichtigsten Änderungen und stellen Ihnen unseren exklusiven Rechner zur Verfügung, mit dem Sie Ihre neuen Bezüge und Freibeträge sofort berechnen können.
1. Die Nullrunde 2026: Warum es nicht mehr Geld gibt
Trotz steigender Lebensmittelpreise und Mieten gibt es 2026 keine Erhöhung der Regelsätze. Weil die Inflation in den Berechnungsmonaten niedriger ausfiel als erwartet, hätte der Regelsatz rechnerisch sogar sinken müssen. Durch die gesetzliche Bestandsschutzklausel wird dies verhindert. Die Sätze bleiben auf dem Niveau eingefroren:
- Alleinstehende: 563 Euro
- Paare je Partner: 506 Euro
- Kinder (14–17 Jahre): 471 Euro
- Kinder (6–13 Jahre): 390 Euro
2. Totale Sanktionen: Die neue 3-Strike-Regel
Das „sanfte“ Jobcenter der Bürgergeld-Ära ist vorbei. Eine der einschneidendsten Änderungen ist die Einführung des neuen § 7b Abs. 4 SGB II. Wer drei aufeinanderfolgende Meldetermine beim Jobcenter ohne triftigen, nachweisbaren Grund schwänzt, verliert seinen Anspruch auf Grundsicherung komplett. Der Leistungsanspruch entfällt zu 100 % für mindestens einen Monat – inklusive der Kosten für Unterkunft und Heizung. Die Miete wird dann nicht mehr bezahlt!
Ihr Grundsicherungsgeld Rechner
Finden Sie heraus, wie viel Ihnen zusteht und wie viel von Ihrem eigenen Gehalt (Freibetrag) in Ihrer Tasche bleibt.
3. Schonvermögen: Kein Freibrief mehr für hohe Ersparnisse
In den ersten 12 Monaten des Bürgergelds durften Singles bisher bis zu 40.000 Euro Erspartes behalten. Diese großzügige Regelung ist gefallen. Beim neuen Grundsicherungsgeld wird von Beginn an streng geprüft. Der Freibetrag für Vermögen wurde deutlich reduziert und richtet sich strikter nach der Haushaltsgröße. Wenn Sie Arbeitslosengeld I (ALG I) auslaufen sehen, müssen Sie Ihr Erspartes nun deutlich schneller aufbrauchen, bevor der Staat einspringt.
💡 Tipp für Aufstocker: Auch wenn die Regeln strenger sind – es lohnt sich nach wie vor zu arbeiten! Wie Sie im Rechner oben sehen, zieht das Jobcenter Ihr Gehalt nicht 1 zu 1 ab. Sie profitieren von den Freibeträgen. Je mehr Sie verdienen, desto mehr haben Sie am Monatsende insgesamt in der Tasche.
Das neue Gesetz zwingt das Jobcenter dazu, Integrationsangebote schneller und verbindlicher durchzusetzen. Ein „Zurücklehnen“ im System ist nicht mehr vorgesehen. Bereiten Sie sich frühzeitig auf diese Umstellung vor. Haben Sie Fragen zu Ihrer persönlichen Situation oder zu den neuen Mitwirkungspflichten? Schreiben Sie uns in die Kommentare!
